Ist Kommunikation wirklich so schwierig?

Kommunikation ist der Austausch von Informationen, also ein Geben und Nehmen. Sie ist alltäglich und scheinbar selbstverständlich. Für das Zusammenleben in einer menschlichen Gesellschaft ist Kommunikation unverzichtbar. Wie ist es damit in unserem Gemeinwesen Rheinfelden bestellt? Das soll anhand von drei aktuellen Beispielen veranschaulicht werden. 

Waldarbeiten bei der Reha-Klinik, März 2018
Waldarbeiten bei der Reha-Klinik, März 2018

 

Vor zwei Jahren wühlte das Deponieprojekt der Ortsbürgergemeinde heftige Emotionen auf. Im Juni 2017 setzte die Urnenabstimmung einen Schlusspunkt. Trotz der für sie negativ verlaufenen Abstimmung will die Ortsbürgergemeinde am Schutz der Eichenbestände im Rheinfelder Wald festhalten. Das ist ihr hoch anzurechnen. 

Jeder Wald braucht Pflege, auch das gerettete Wäberhölzli. Eingriffe, wie zum Beispiel das Auslichten bei der Reha-Klinik, werden von vielen Menschen als brutal empfunden.

Wald bei der Reha-Klinik nach der Intervention in der NFZ
Wald bei der Reha-Klinik nach der Intervention in der NFZ

 

 

An diesem Punkt kommt die Kommunikation zum Zug. Die Debatte über die geplante Aushubdeponie von der Gemeindeversammlung im Dezember 2015 bis zur Urnenabstimmung sechs Monate später hinterliess im Gedächtnis der Deponie-Gegner tiefe Spuren und vor allem Vertrauensverlust.

Mit vertrauensbildender und transparenter Kommunikation müsste jetzt versucht werden, neuen Goodwill aufzubauen. Das ist nicht einfach und muss gewollt sein. Es kostet vielleicht Überwindung, lohnt sich aber auf jeden Fall. Vorausschauende Kommunikation fördert das Verständnis für die Notwendigkeit der Pflegearbeiten. Vielleicht ist diese Information nicht Pflicht, aber als Kür käme sie in der Öffentlichkeit bestimmt positiv an.

Bilder: Jürg Keller

Text: Beat Schärer

 

Nächstes Beispiel zum Thema Kommunikation: Raumentwicklungskonzept (REK)