Das sagen Fachleute, die es wissen müssen

… und nicht Querulanten. In der Aargauer Zeitung vom 27. März erschien ein nicht-redaktioneller Beitrag der FHNW. Die traditionellen Planungsabläufe werden hinerfragt und sind bei engagierten Bürgern je länger desto mehr ein No-Go. Das ist bei einigen Behörden noch  nicht angekommen.

Zum Beispiel in Rheinfelden. Aktuell laufen beim Gemeinderat drei Projekte, auf die wir hier nur kurz eingehen:

  1. Raumentwicklungskonzept, im Juni 2017 von der Gemeindeversammlung beschlossen. Abgedeckt werden soll ein Zeithorizont bis 2040. Zum Thema Beteiligung der Stimmbürger gehen wir in einem separaten Beitrag ein.
  2. Kiesausbeutung und Kieswerk Rheinfelden Ost: Diese Woche in der Presse publiziert, Zeithorizont über 2040 hinaus. In der Präsentation der Medien ist kein Hinweis auf einen Zusammenhang mit dem Raumentwicklungskonzept erkennbar. Warum, muss an der Informationsveranstaltung am 5. April im Kurbrunnensaal gefragt werden.
  3. Altstadtentwicklung: Zeithorizont ein bis zwei Jahre, gesucht sind Rezepte dafür, wie mehr  kauf- und konsumationsbereite Besucher veranlasst werden können, länger in der Altstadt zu verweilen.

Allen drei Projekten ist gemeinsam, dass Menschen irgendwie betroffen sind oder sein werden, die - wie am Anfang des FHNW-Beitrags beschrieben - erst zum Absegnen oder Ablehnen der vorher beschlossenen Lösungen aufgeboten werden. Die Behörden sind wahrscheinlich daran interessiert, den Kreis der Teilnehmer am Gestaltungsprozess möglichst klein zu halten. Warum wird die Teilnahme nicht angeboten? Wenn der Kreis zu gross würde - was kaum anzunehmen ist - könnte immer noch das Los entscheiden. Es fehlt die Einsicht, dass Partizipation - und zwar von Anfang an - die Akzeptanz der Lösungen vergrössert. Das ist zwar schon seit Jahrzehnten bekannt, wird aber immer noch ignoriert. Auf der Stufe Kanton ist der Groschen inzwischen gefallen. Er empfiehlt den Gemeinden den Einbezug der Bewohner. Aber er kann sie nicht dazu zwingen. Das muss in den Gemeinden von engagierten Bürgern durchgesetzt werden. 

 

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