Planer Speak - trotzdem dran bleiben!

Seit gut einer Woche sind wir in der zweiten Halbzeit der so genannten Mitwirkungsphase des Räumlichen Entwicklungskonzepts (REK). Die Gemeinde stellt den Bürgerinnen und Bürgern einen REK-Bericht als Basis für die Mitwirkung zur Verfügung. Wer ihn liest, stösst immer wieder an Grenzen, denn ...

... der vorliegende Bericht ist alles andere als leserfreundlich: Auf über 100 Seiten begegnet man einem Schwall von ungenauen oder unbekannten Wörtern. Das ist demokratisch bedenklich weil der Bericht Grundlage für eine neue Zonenordnung sein wird - und damit fundamentale Bedeutung haben wird.

 

Hier nur ein paar Beispiele (in Klammern Seite): 

  • "Innovative Formen der Versorgung, des Wohnens und Arbeitens": Was stellen sich die Planer darunter vor? (10)
  • Wie können "funktionierende Quartiersversorgungen und -strukturen" allgemein verständlich umschrieben werden? (11)
  • Was sind "ortsspezifische Qualitäten und Begabungen"? (9)
  • "Untergeordnete Stadtquartiere": bedeutet das 2. Klasse gegenüber dem Stadtzentrum? (11)
  • Was stellen sich Planer und Gemeinderat konkret unter "Future Spaces vor"? (21)
  • "IOT Systemanwendung": Was ist darunter zu verstehen? (24)

Der Bericht wurde von einem Zürcher Büro erarbeitet, wobei die Meinungen von Stadtrat und Parteien unverkennbaren Einfluss hatten.

Die Bürgermeinungen werden im Mitwirkungsverfahren noch in den Bericht eingearbeitet. Diese definitive Fassung wird dann Grundlage für eine neue Bau- und Zonenordnung sein. Und diese ist dann rechtsverbindlich – weshalb es unerlässlich ist, dass jetzt möglichst viele Stellungnahmen bis Ende Februar 2020 beim Stadtbauamt Rheinfelden eingereicht werden.

Wegen Umfang und einem Vokabular von nicht allgemeiner Verständlichkeit werden wahrscheinlich nur wenige Einwohner von der Mitwirkung Gebrauch machen. Die „Vigilanten" haben es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Kernfragen aus dem Bericht zu pflücken und dazu einfache Rezepte zur Stellungnahme auf den Fragebögen vorzuschlagen. 

 

Verständigungsfragen können mit E-Mail bei mitwirkung.rekrheinfelden@rheinfelden.ch gestellt werden.

 

Jürg Keller und Beat Schärer, Rheinfelden

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