Keine Entflechtung - dafür unflätige Worte

Am 20. Januar lehnte der Gemeinderat den Vorschlag zur Entflechtung von Fuss- und Veloverkehr vom September 2019 ab. Damit folgt er weitgehend den Argumenten vom Bürotisch in Aarau. Das ist schade, aber der Beschluss ist zu akzeptieren.

 

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Gemeinderat 200120 - Ablehnung Entflecht
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Überhaupt nicht akzeptabel sind Beschimpfungen von Velosportlern, man sich auf den den gemeinsamen Fuss- und Velowegen, aber auch auf dem mit einem Allgemeinen Fahrverbot belegten und für den Fussverkehr reservierten Rheinweg zwischen dem Stadtpark Ost Rylust anzuhören hat. 

 

Ein persönliches Erlebnis vor 2 Wochen am Sonntag genau an dieser Strecke bergab:

neben mir ein Paar, er blind, geführt von seiner Partnerin und ich mit dem blinden Bobi und der Ella abwärts spazierend.

Im Affenzahn kommt von unten ein E-Biker, wir alle bleiben vor Schreck stehen, er muss eine Vollbremsung machen.

Ich sage "bitte Rücksichtnahme". Der Biker "es ist mir sch....egal, Euch umzunieten".

Wir alle schüttelten den Kopf und mir war nicht klar, ob er uns Personen oder meine Hunde meinte.

Dann ging ich weiter. Beim Stadtpark traf ich am Ende des Weges zur Rheintreppe eine Bekannte mit Hund. Es kam ein Velopaar fahrend rein in den Weg, obwohl dort sogar ein Velo auf dem Verbotsschild drauf ist und wollte an uns vorbei-biken. Ich sagte "das ist kein Veloweg". Die Frau stieg widerwillig vom Rad und fauchte: "aber schieben darf ich". Er stieg gar nicht ab und schrie "haut mit den Sch....kötern ab". Obwohl wir uns alle schon auf einer Wegseite zur Seite weggedrängt hatten.

So viel zu Rücksichtnahme und Velofahrern ...

 

Das Zitat oben stammt aus einer E-Mail, die uns vor wenigen Tagen zugegangen. Die zwei Beispiele sind nicht Einzelfälle. Solche und ähnliche Beschimpfungen werden immer wieder ausgeteilt, vor allem an Wochenenden und im Sommer, wenn sich Velofahren auf dem Rheinweg von Fussgängern behindert fühlen. Wie bei solchen Hassgefühlen die Miteinander-Werbung des Kantons etwas nützen soll, darf bezweifelt werden. 

Wir überlegen uns ernsthaft, beim Gemeinderat einen Wiedererwägungsantrag zu stellen.

 

Die Vigilanten, Rheinfelden

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